Ein Beitrag, von SiriusB, den ich im selfbondageforum.de getroffen habe.

Wir bauen uns eine Blowjob Maschine

Hast Du jemals davon geträumt, einen geblasen zu bekommen, ausdauernd, immer weiter und weiter und weiter? Entweder ewig gequält, ohne kommen zu dürfen, oder eben zu einem Höhepunkt nach dem anderen gezwungen zu werden? Hast Du Dich jemals gefragt, warum die „Lösungen" aus dem Sexshop immer Handarbeit von Dir verlangen anstatt dich einfach handfrei zu verwöhnen? Hast Du jemals davon geträumt gefesselt einem nicht enden wollenden ausdauerndem Blasen ausgeliefert zu sein? Falls ja, könnte das Folgende für Dich von gewissem Interesse sein.

Eines vorweg: Obwohl ich viel Arbeit in die bewegte Entwicklung gesteckt habe, sind mir speziell in der Schlussphase noch Ideen anderer Entwickler zu Hilfe gekommen. Also von hier aus einen herzlichen Dank an die yahoo Gruppen „Maschinisten-club" und „Venus2000formen2", die mir einige wertvolle Inspirationen geschenkt haben.

Die Maschine besteht aus zwei Teilen: Eine elektrische Pumpe und ein abgesetzter Teil, das Endgerät, welches Dein empfindliches Stück verwöhnt. Auf diese Weise steht alles was meschanisch, elektrisch und schwer ist, irgendwo getrennt von Dir, was sicherheits- und gewichtsmäßig bedeutend ist. Das saugende Teil wird nur durch Luft bewegt.

Das Blowjob-Endgerät

Man kaufe sich eine Fleshlight. Nur sollte das Inlay kein Glattes sein, sondern möglichst ein Enges mit Rillen. Na ja, es sei denn, Ihr steht auf endlose denial Qualen. In die Endkappe des Gehäuses kommt ein Loch, und durch dieses ein Schlauchanschluss für den Verbindungsschlauch. Fertig.

Der Schlauchanschluss kann natürlich ein sauteuerer zum Schrauben aus der Pneumatikabteilung sein. Meine Baumärkte haben die aber nicht in der richtigen Größe (mindestens 8mm), außerdem ist das aus Metall und erhöht damit das Gewicht des Endgerätes. Ich verwende 8mm Schlauchsteckverbindungen aus der Gartenabteilung, bzw. Schlauchadapter von größer auf 8mm. Die sind aus Plastik und wenn man sie in der Mitte auseinandersägt und etwas abschleift, hat man gleich einen schönen Sockel. Die müssten nur geeignet angeklebt oder angepresst werden.

Bedenkt dabei aber bitte, dass ein Deckel mit Loch nicht mehr zum normalen Fleshlightbetrieb geeignet ist und alleine die Ersatzhülle 20 Euro kosten würde. Ich habe also einen passenden Blechdeckel eines Gemüseglases mit Klebeband angebracht und abgedichtet. Das tuts auch.

An den Schlauchanschluss kommt ein Schlauch aus der Gartenabteilung, irgendwas stabiles zwischen 8mm und 10mm. Ich verwende 8mm, möchte aber eher 10mm empfehlen. Wenn du in diesen Schlauch hineinbläst oder dran saugst, bekommst du in etwa einen Vorgeschmack auf das, was die Pumpe macht.

Natürlich kannst Du auch andere Endgeräte konstruieren bzw. geeignete verwenden, denn mit der folgenden Pumpe kannst Du viele nette Spielsachen ansteuern. Vom „Receiver" einer Venus (einzeln erhältlich), über pulsierende Butplugs bis hin zu Saugglocken für Brüste sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Nun zur Pumpe:

Wir wollen eine Pupe, die abwechselnd saugt und bläst. (Für Loriot Fans: „Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann") Darüber hinaus wollen wir die Geschwindigkeit, die Saugstärke, und das Verhältnis zuwischen Saugen und Blasen einstellen können. All diese Punkte können natürlich besser gelöst werden als in meiner Konstruktion. Aber meine Vorgabe war, es so einfach wie möglich zu halten, so dass jeder es nachbauen kann. Alles was Du können musst, ist ein paar Löcher zu boren, und vielleicht solltest Du ein klein wenig mit einer Handsäge umgehen können.

Das Herz der Pumpe ist ein Elektromotor. Wir benötigen einen sehr starken Getriebemotor, der als Arbeitstier konstruiert sein sollte. Daher eignen sich Scheibenwischermotoren ganz gut. Ich verwende den „Trico" von Pollin.de. Seine Vorteile sind der niedrige Preis, und dass seine Bauweise geradezu perfekt ist, sein Nachteil ist die sehr geringe Höchstgeschwindigkeit von 70upm. Besser wären 120upm. Scheibenwischermotoren benötigen erheblich Leistung, daher muss die Stromversorgung mindestens 50VA liefern (also locker 4 Ampere bei 12 Volt). Ich habe ein relativ billiges Schaltnetzteil bei Polling gefunden, welches von sehr wenig bis auf 14V in einigen Schritten einstellt werden kann. Damit habe ich auch gleich die geforderte Geschwindigkeitsregelung. Ein Problem gelöst, zwei sind noch übrig.

Diesen Motor habe ich mit einem Metallwinkel an eine hölzerne Grundplatte befestigt. Durch den Winkel musste ich dafür ein Loch bohren, so dass ich die Antriebsachse des Motors durchstecken konnte. Der Motor soll eine Pleuelstange antreiben. Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten, den Hebel für das Pleuel an die Antriebsachse zu befestigen. Ich hatte das Glück, gleich alles fertig zu finden. Die Achse des Trico ist eine M8 Schraube. Und im Baumarkt fand ich eine „Adapterplatte", die nichts weiter ist, als eine Scheibe mit bereits fest montierter M8 Mutter. Die brauchte ich also nur draufzuschauben und fertig war mein Hebel. Später montierte ich noch ein Stück Holz drauf, um einen längeren Hebelarm zu erhalten. Das reduziert zwar die effektive Kraft des Motors, dafür sind die Hübe tiefer.

Ok, bis hierhin haben wir also ein rotierendes Stück Holz.

Die nächste Komponente ist eine Abflusspumpe aus dem Baumarkt. Dabei handelt es sich um eine Doppelhubpumpe. So ein Teil, mit dem man seinen Abfluss frei pumpen kann. Aber keine der nutzlosen Superbilligvarianten, sondern eine einigermaße dicht pumpende, mit Verengung unten zum Anschluss eines Kugelgelenks. An dieser Stelle lässt sich nämlich ebenso gut ein 16mm Schlauch drauf stecken, der absolut perfekt zu meinen Ventilen passt, die ich weiter unten beschreiben werde. Einfacher geht's kaum noch. Diese Pumpe wird so auf die Grundplatte montiert, dass sich das Ende mit dem Griff frei in der Höhe bewegen kann. Dieses Ende wird dann geeignet mit dem rotierenden Stück Holz verbunden, und fertig.

Die Elektropumpe saugt und bläst nun abwechselnd Luft.

 

Nun lasst uns noch ein paar notwendige Einstellmöglichkeiten realisieren. Wir wollen die Stärke des Saugens und die Stärke des Blasens relativ unabhängig voneinander einstellen können. Dazu benötigen wir ein paar Ventile, die zwischen den Schlauch der Pumpe und den Schlauch zur Fleshlight kommen. Natürlich kann man dazu industrielle Pneumatikventile verwenden, aber die sind sauteuer, und auch etwas komplizierter zu verarbeiten als meine einfache Steck-Lösung.

Ich verwende Komponenten vom normalen Gardena Stecksystem für Gartenschläuche. Um genau zu sein ein Ein-Wege-Ventil („Tropfstop" die teure Variante, denn es ist ein wenig knifflig, den Verbindungsschlauch in das „falsche" Ende des Ventils zu bekommen.Am besten probierst du es im Laden aus um einen Schlauch zu finden, der gesteckt gut hält) und zwei Drosselventile. Zwei Ein-Wege-Ventile wären zwar besser zu regeln, aber da diese Dinger nebst Anschluss recht teuer sind, habe ich erst mal eine Variante mit nur einem gebaut. Zum Verbinden wäre eigentlich ein Kreuzverteiler ideal, der einfach zwischen die zwei Schläuche gesteckt würde. Da ich so ein Teil leider nicht bekommen habe, musste ich zwei Y-Stücke verwenden. Die sind auch gut, nur eben teurer. Insgesamt habe ich etwas über 50€ für die Teile hingelegt. Den Zusammenbau erklären die Bilder.

Nur soviel zum Verständnis: Eine Kombination aus einem Drosselnventil und einem nach außen öffnenden Ein-Wege-Ventil bestimmt, wieviel Luft beim Blasen entweichen darf. Das reduziert den Druck, mit dem Dein bestes Stück ausgespuckt wird. Durch das Ein-Wege-Ventil bleibt die Saugkraft hingegen unverändert. Das bewirkt bei geöffnetem Ventil, dass vom Endteil mehr Luft angesaugt wird, als hineingedrückt. Kurz gesagt: Je offener das Ventil ist, umso kräftiger wird der Saugimpuls. Je geschlossener es ist, umso mehr tendiert das Endgerät zu richtigen Auf-Ab-Bewegungen.

Das zweite Drosselventil reduziert die Kraft der Pumpe generell, also in beide Richtungen und dient somit dem unkomplizierten Feintuning. Wer es ganz elegant und leichter zu regeln haben möchte, kann hier natürlich ein weiteres Ein-Wege-Ventil anbringen, welches nur nach innen öffnet. (benötigt ein Stückchen Schlauch und einen Schaluchanschluss mit Tropfstopp. Bitte beachte hier, dass das Drosselventil und der Tropfstop für dieselbe Schlauchgröße ausgelegt sein müssen!) Das werde ich mir vermutlich auch noch gönnen.

Und... das wars. Wenn Ihr die richtigen Komponenten bekommt, ist es ein Kinderspiel, alles zusammenzustecken. Ansonsten müsste an der einen oder anderer Stelle mit ein wenig Fantasie nachgeholfen werden. Viel Spaß und übertreibt's nicht. ;-)

Und ein Video gibt's hier.